Stopp Gewalt

Präventionsmassnahmen

Positives Schulklima als Grundlage

  • Eine gute Kultur des Zusammenlebens pflegen:
    Der Pflege einer vertrauensvollen Beziehung unter Schülern und Schülerinnen und Lehrpersonen wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Alle Mitglieder der Schule begegnen sich mit einer respektvollen und wertschätzenden Haltung.
  • Gemeinschaftssinn stärken:
    Gemeinsam durchgeführte Anlässe und Projekte sowie Partizipationsmöglichkeiten für Schüler und Schülerinnen festigen den Zusammenhalt; Patenschaften und andere peer-to-peer-Programme stärken das gegenseitige Verantwortungsgefühl.
  • Regeln des Zusammenlebens vereinbaren:
    Um ein gutes Zusammenleben an der Schule zu gewährleisten, werden klare Regeln vereinbart. Schüler und Schülerinnen werden konsequent dazu angehalten, diese Regeln einzuhalten. Bei Missachtung wird unmittelbar reagiert.
  • Vorbild sein:
    Lehrpersonen wirken als Vorbilder. Sie halten sich an vereinbarte Regeln und zeigen auf, wie man Konflikte gewaltfrei lösen kann. Sie begegnen den Schülern und Schülerinnen mit einer vorurteilsfreien und anerkennenden Haltung und sorgen für ein Klima, das von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägt ist.
  • Wissen, was Schüler und Schülerinnen bewegt:
    Lehrpersonen nehmen Anteil an der Lebenswelt ihrer Schüler und Schülerinnen. Sie interessieren sich für das, was diese bewegt und gehen auf ihre alltäglichen Freuden und Sorgen ein. Sie werden als Vertrauenspersonen wahrgenommen, an die sich Schülern und Schülerinnen wenden können, wenn sie Probleme haben.

Frühzeitiges Erkennen und Intervenieren

  • Aufmerksames Beobachten:
    Meistens gibt es Hinweise darauf, dass «etwas nicht in Ordnung». Werden Verhaltensauffälligkeiten wahrgenommen, sind die Betroffenen darauf anzusprechen. Wenn nötig und/oder gewünscht, wird Hilfe in Form von Gesprächsbereitschaft und Hinweisen auf geeignete Anlaufstellen gegeben.
  • Sich intern austauschen:
    Ein regelmässiger Austausch zwischen Lehrpersonen, Schulleitung und Schulsozialarbeitenden bietet die Möglichkeit, beobachtete Verhaltensauffälligkeiten von Schülern und Schülerinnen intern zu besprechen. Sofern notwendig, werden Massnahmen getroffen, um darauf zu reagieren. Dabei ist möglichst frühzeitig das Gespräch mit den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten zu suchen.
  • Professionelle Unterstützung beiziehen:
    In Problemsituationen wird frühzeitig professionelle Unterstützung beigezogen, z. B. durch die Schulpsychologischen Dienste, spezialisierte Beratungsstellen oder die Polizei.

Massnahmen im Unterricht

  • Gewalt im Unterricht thematisieren:
    Das Thema Gewalt wird im Unterricht aufgegriffen, zum Beispiel durch die Integraion in einzelne Fächer (etwa verbale Gewalt im Fach Deutsch, körperliche Gewalt im Fach Sport) oder in Form spezieller Unterrichtseinheiten (z. B. Konfliktlösungs-Trainings, Unterrichtstage zu «Medien und Gewalt»).
  • Unterstützung durch Fachpersonen beiziehen:
    Bei der Umsetzung von Massnahmen zur Gewaltprävention kann die Unterstützung von Fachpersonen sinnvoll sein. Auch Schulsozialarbeitende können in beratender und ausführender Rolle beigezogen werden.