Stopp Gewalt

Selbstaggression & Suizidgefährdung

Was tun bei Selbstaggression oder Suizidgefährdung?

Vorgehen bei selbstaggressivem Verhalten

  • Bei Anzeichen für selbstaggressives Verhalten sollte der Schüler bzw. die Schülerin behutsam darauf angesprochen werden. Hilfe ist anzubieten, aber nicht aufzudrängen.
  • Bei Verdacht auf Essstörungen sollten die Betroffenen nicht direkt darauf angesprochen werden. Es ist aber zu signalisieren, dass sie sich einem anvertrauen können.
  • Das weitere Vorgehen ist mit der Schulleitung zu besprechen. Gegebenenfalls ist fachliche Unterstützung beizuziehen.

Vorgehen bei Suizidgefährdung

  • Anzeichen für Suizidgefährdung sind ernst zu nehmen: Je konkreter sie sind, desto grösser ist die Gefährdung. 
  • Heranwachsende, die Suizidgedanken äussern, wollen sich meist nicht umbringen, sondern suchen Zuwendung und Hilfe. Ein behutsames Ansprechen der Suizidabsichten und das Anbieten von Hilfe kann daher hilfreich sein. Die Angst, dadurch einen Suizidversuch auszulösen, ist in den allermeisten Fällen unbegründet. 
  • Mit der Schulleitung ist zu besprechen, wie vorgegangen werden soll - z. B. wie die Eltern zu kontaktieren sind.
  • Zu vermeiden ist es, Suizidabsichten zu werten, darauf hinzuweisen, «wie schön doch das Leben sei», oder Angebote zu machen, die nicht eingehalten werden können. Zu vermeiden ist ebenso, aus Angst unbedacht zu handeln.

Verhalten nach einem Suizid

  • Der Suizid eines Schülers oder einer Schülerin hat grosse Auswirkungen auf die ganze Schule. Zudem besteht die Gefahr, dass es zu Nachahmungstaten kommt. Gefährdete Jugendliche sind deshalb speziell zu betreuen.
  • Wichtig ist das Abschiednehmen. Hierfür eignet sich ein Abschiedsritual. Auch sollte dem Bedürfnis über den Suizid zu reden, genügend Raum gegeben werden.

Vorbeugend handeln

  • Eine vertrauensvolle Beziehung der Schüler und Schülerinnen zu den Lehrpersonen leistet einen wichtigen Beitrag, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.
  • Es ist wichtig, dass die Schule von den Schülern und Schülerinnen als ein Ort wahrgenommen werden kann, an dem sie über ihre alltäglichen Probleme, ihre Belastungen und Ängste sprechen können und Unterstützung erhalten.