Stopp Gewalt

Zusammenarbeit mit der Schule

Zusammenarbeit bei Gewaltvorfällen

  • Wenn Eltern erfahren oder vermuten, dass ihr Kind im Umfeld der Schule Opfer von Gewalt geworden ist oder selbst Gewalt ausübt, sollten sie handeln. Suchen Sie als erstes den Kontakt mit der Klassenlehrperson, klären Sie den Sachverhalt und legen Sie, soweit notwendig, das weitere Vorgehen fest. Sofern angebracht, werden an der Besprechung auch die Schulleitung und weitere Personen (z. B. aus der Schulsozialarbeit, dem Schulpsychologischen Dienst) teilnehmen.
  • Wichtig ist, dass sich beide Seiten kooperativ verhalten: Es bringt wenig, wenn Eltern und Lehrpersonen sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben, den Vorfall bagatellisieren oder dramatisieren, das eigene Kind unkritisch in Schutz nehmen und/oder andere vorschnell verurteilen.
  • Bei wiederholten und/oder schweren Gewaltereignissen (z. B. Erpressungen, sexuelle Übergriffe) sollten sich Eltern von Fachpersonen beraten lassen. Im Kanton Zürich gibt es viele Fachstellen, die diese Beratung anbieten.

Gemeinsam Gewalt vorbeugen

  • Grundlage für eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule ist ein regelmässiger Austausch. Hierfür bieten sich Elternabende, Besuchstage oder individuelle Gespräche mit den Lehrpersonen an. Das direkte Gespräch ist insbesondere bei schwierigen Erziehungssituationen empfehlenswert und auch Pflicht (siehe unten).
  • Eine weitere Möglichkeit zur Zusammenarbeit ist die Elternmitwirkung. Eltern können sich an der Gestaltung der Schule beteiligen und beispielsweise anregen, dass das Thema «Gewalt» aufgegriffen wird.
  • An allen Schulen existiert eine Schulordnung mit verbindlichen schulinternen Verhaltensregeln. Es ist unerlässlich, dass Eltern diese Regeln kennen und mittragen.